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Jodeltime · KAPITEL 13

NULLPUNKT 3000

NULLPUNKT 3000

Die Geschichte

Daniel hält den Schlüssel hoch.

„Den brauchst du.“

Chris nimmt ihn.

Schaut auf den Anhänger.

Eine Nummer.

Sonst nichts.

„Luxus.“

Daniel:

„Zimmer ist oben.“

„Wie weit oben?“

Daniel zeigt zur Treppe.

Chris sieht ihn an.

„Ich meinte nicht das Stockwerk.“

„Weiß ich.“

Draußen liegt Schnee.

Nicht viel.

Genug.

Die Unterkunft steht weit oberhalb des Tals.

Kein großes Hotel.

Keine Eventlocation.

Ein funktionales Berghaus, das normalerweise Menschen beherbergt, die freiwillig früh aufstehen und Dinge mit Steigeisen machen.

Chris misstraut ihnen grundsätzlich.

Nina stellt ihre Tasche ab.

„Frühstück gibt’s unten.“

Chris:

„Wann?“

Sie nennt die Zeit.

Chris:

„Dann gibt’s kein Frühstück.“

Daniel:

„Hab ich erwartet.“

Der nächste Auftritt ist ungewöhnlich.

Hoch gelegen.

Kleinere Kapazität als die letzten Shows.

Technisch aufwendig.

Keine große Halle.

Kein Rekordversuch.

Kein nächster Größenwahnsinn.

Absichtlich.

Nach Höhenfehler hatte Chris einen Termin gestrichen.

Dann noch einen.

Daniel hatte nichts dagegen gesagt.

Das war verdächtig.

Jetzt stehen sie hier.

Fast dreitausend Meter.

Oder nah genug dran, dass der Name funktioniert.

Chris hatte darauf bestanden.

Daniel hatte gefragt:

„Ist das wissenschaftlich?“

Chris:

„Musik.“

Damit war die Diskussion beendet.

Das Telefon hat Empfang.

Schlecht.

Ein Balken.

Dann zwei.

Dann wieder einer.

Chris sieht es.

Muss grinsen.

Daniel bemerkt es.

„Nicht schon wieder.“

„Was?“

„Grat.“

„Ich hab nichts gesagt.“

„Dein Gesicht.“

Chris steckt das Telefon weg.

„Mein Gesicht ist privat.“

Im Zimmer steht ein Bett.

Tisch.

Stuhl.

Fenster.

Mehr braucht es nicht.

Chris stellt den Rucksack ab.

Setzt sich.

Keine Nachricht.

Kein Telefonat.

Keine Liste.

Daniel hat tatsächlich Wort gehalten.

Der freie Block vor der Show bleibt frei.

Chris sitzt.

Eine Minute.

Dann zwei.

Dann steht er wieder auf.

Geht zum Fenster.

Setzt sich erneut.

Steht wieder auf.

„Interessant.“

Er hat Ruhe gewollt.

Jetzt hat er sie.

Und weiß zunächst nichts damit anzufangen.

Das ist fast beleidigend.

Chris zieht das Telefon heraus.

Öffnet eine App.

Schließt sie wieder.

Eine andere.

Wieder zu.

Dann legt er das Gerät auf den Tisch.

„Peinlich.“

Draußen führt ein geräumter Weg ein Stück hinter das Haus.

Chris zieht die Jacke an.

Cap.

Handschuhe.

Geht raus.

Kein Daniel.

Keine Nina.

Kein Funkgerät.

Niemand fragt, wohin.

Das war Teil der Abmachung.

Chris geht nur ein Stück.

Nicht Gipfel.

Nicht Tour.

Einfach raus.

Die Luft ist dünner.

Das merkt er.

Nicht dramatisch.

Ein paar Schritte fühlen sich etwas ehrlicher an.

Chris bleibt stehen.

Atmet.

„Dreitausend Meter und der Körper macht Bürokratie.“

Vor ihm liegt fast nichts.

Schnee.

Fels.

Himmel.

Weiter unten Wolken.

Das Tal ist teilweise verschwunden.

Nicht klein.

Weg.

Chris geht weiter.

Langsam.

Seit Kapitel sieben hat sich etwas verändert.

Damals war Ruhe eine Entdeckung.

Jetzt ist sie eine Fähigkeit, die er noch lernen muss.

Das ist weniger romantisch.

Aber wahrscheinlich wahrer.

Er findet einen flachen Stein, halb frei vom Schnee.

Setzt sich.

Kalt.

Sofort.

Chris:

„Gute Idee.“

Bleibt trotzdem.

Er denkt an die erste Hütte.

Sepp.

Daniel.

Das Regal.

Die ersten Clips.

Menschen, die den Jodel übernommen haben.

Bergbeben.

Echojäger.

Alm auf Anschlag.

Das Gewitter.

Lawinenchor.

Die Bank am Grat.

Die Lichter im Tal.

Die Gams.

Funkgeräte.

Höhenfehler.

Es wirkt gleichzeitig nah und völlig absurd.

Aus einem Ruf ist ein Album geworden.

Aus einem Album Shows.

Aus Shows Termine.

Aus Terminen ein System.

Und aus dem System etwas, das inzwischen weiterläuft, selbst wenn Chris einen Tag nichts tut.

Genau das ist Erfolg.

Vielleicht.

Nicht die Zahlen.

Nicht allein.

Sondern dass etwas, das du angefangen hast, irgendwann nicht mehr für jeden einzelnen Schritt deine Hand braucht.

Das klingt gut.

Bis man merkt, dass dasselbe auch für Erwartungen gilt.

Chris zieht mit dem Schuh eine Linie in den Schnee.

Dann noch eine.

Ohne Grund.

Er denkt an Daniel.

Nina.

Martin.

Die Crew.

Menschen, die inzwischen mitplanen.

Mittragen.

Mitentscheiden.

Das ist keine Bedrohung.

Im Gegenteil.

Ohne sie wäre das alles längst kollabiert.

Aber irgendwo zwischen erster Hütte und mehreren Funkkanälen hatte Chris angefangen, auf Dinge zu reagieren, bevor er überhaupt entschieden hatte, ob sie seine Reaktion verdienen.

Nachricht.

Antwort.

Anfrage.

Antwort.

Termin.

Ja.

Noch einer.

Ja.

Foto.

Klar.

Kurz.

Natürlich.

**Kurz.**

Chris lacht allein.

Dieses beschissene Wort.

Wind zieht über den Hang.

Die Linie im Schnee verschwindet stellenweise sofort.

Chris schaut zu.

Kein Symbol.

Einfach Wind.

Er hat genug davon, aus jedem Berg eine Metapher zu machen.

„Ist auch nur Wetter.“

Sagt er laut.

Das gefällt ihm.

Zurück im Berghaus sitzt Daniel im Aufenthaltsraum.

Laptop geschlossen.

Chris bleibt stehen.

„Bist du krank?“

Daniel:

„Freier Block.“

„Du auch?“

„Offenbar.“

Chris setzt sich.

Eine Weile sagt keiner etwas.

Dann:

„Ich will was ändern.“

Daniel sieht ihn an.

Kein Alarm.

„Okay.“

Chris:

„Nicht alles.“

„Okay.“

„Eigentlich möglichst wenig.“

„Das klingt schon mehr nach dir.“

Chris zieht einen Zettel heran.

Kein offizielles Dokument.

Rückseite irgendeiner Produktionsinfo.

Er schreibt oben:

**NULL.**

Daniel:

„Subtil.“

Chris:

„Ruhe.“

Darunter:

**Muss ich das?**

Dann:

**Will ich das?**

Dann:

**Warum jetzt?**

Daniel liest.

„Das ist dein System?“

„Drei Fragen.“

„Komplex.“

„Ich bin Künstler.“

Daniel nimmt den Stift.

Schreibt darunter:

**Was passiert, wenn nicht?**

Chris liest.

Schaut zu Daniel.

„Gut.“

„Manchmal.“

Nina kommt rein.

Sie sieht beide über einem Blatt.

„Was macht ihr?“

Chris:

„Management.“

Daniel:

„Angeblich.“

Sie nimmt den Zettel.

Liest.

Dann schreibt sie:

**Wer muss wirklich dabei sein?**

Chris:

„Jetzt wird’s unangenehm.“

Nina:

„Deshalb.“

Sie legt den Zettel zurück.

Fünf Fragen.

Kein Manifest.

Keine Lebensphilosophie.

Nur ein Filter.

Chris sieht darauf.

„Nullpunkt.“

Daniel:

„Was?“

„Bevor irgendwas automatisch Ja ist.“

Er tippt auf das Blatt.

„Erst hier.“

Nina:

„Klingt vernünftig.“

Chris:

„Hört auf damit.“

Der Soundcheck findet später draußen statt.

Kleine Bühne.

Dahinter nichts als Berg.

Die Technik ist wegen der Höhe empfindlicher.

Kälte.

Wind.

Kabel.

Instrumente.

Menschen ebenfalls.

Chris nimmt das Mikrofon.

„Test.“

Seine Stimme geht raus.

Keine Antwort.

Kein Echo.

Nur offene Fläche.

Produzent:

„Nochmal.“

Chris:

„Test.“

Pause.

„Nullpunkt.“

Der Produzent:

„Was?“

Chris:

„Nichts.“

Der Track beginnt fast leer.

Kein maximaler Drop.

Kein sofortiger Jodel.

Ein tiefer Puls.

Windartige Texturen.

Wenige Töne.

Platz.

Chris hört.

„Noch weniger.“

Der Produzent schaut ihn an.

„Da ist kaum was.“

„Genau.“

Daniel steht hinten.

Grinst.

Chris:

„Was?“

„Nichts.“

Sie nehmen etwas raus.

Dann noch etwas.

Bis jedes Element einen Grund braucht, um bleiben zu dürfen.

Chris merkt den Zusammenhang.

Sagt ihn aber nicht.

Er hat wirklich genug Bergmetaphern.

Beim Einlass kommen weniger Menschen als bei den großen Shows.

Absichtlich.

Trotzdem ist das Gelände voll.

Nur anders.

Enger.

Nähe.

Gesichter statt Fläche.

Chris erkennt einzelne Leute aus früheren Shows.

Das Gams-Schild.

Natürlich.

Jemand hat inzwischen ein Funkgerät aus Pappe gebaut.

Darauf:

**BERGSTATION HÖRT.**

Chris sieht es.

„Idioten.“

Er lächelt dabei.

Kurz vor der Show steht Daniel neben ihm.

Kein Funkgerät.

Chris:

„Wo ist dein Spielzeug?“

„Nina hat’s.“

„Warum?“

„Ich muss heute nur hier sein.“

Chris schaut ihn an.

„Luxus.“

Daniel:

„Gewöhn dich nicht dran.“

Licht runter.

Chris geht raus.

Kein gigantischer Knall.

Kein Effektfeuerwerk.

Nur Musik.

Und Menschen.

Das reicht.

Die Show läuft durch die Geschichte.

Nicht jeden Song.

Aber genug.

Jodeltime.

Bergbeben.

Echojäger.

Alm auf Anschlag.

Gipfelstrom.

Lawinenchor.

Kein Empfang.

Talwärts.

Baumgrenze.

Gams.

Seilbahnfunk.

Höhenfehler.

Jeder Track fühlt sich inzwischen wie ein Ort an, an dem sie schon einmal waren.

Das Publikum kennt die Abzweigungen.

Die Witze.

Die Antworten.

Bei Gams im Bass ruft Chris:

„Status?“

Crowd:

„POSITIV!“

Chris:

„Leider.“

Bei Seilbahnfunk:

„Bergstation?“

„HÖRT!“

Bei Kein Empfang wird es ruhig.

Nicht vollständig.

Irgendwo hustet jemand.

Ein Becher fällt.

Chris grinst.

Perfekt.

Echte Ruhe ist nie lautlos.

Dann bleibt nur noch ein Track.

Chris steht vorne.

Atmet.

Die Höhe merkt man.

Auch jetzt.

Vielleicht gerade jetzt.

„Wir haben die ganze Zeit versucht, höher zu kommen.“

Pause.

„Mehr Leute.“

„Größere Bühnen.“

„Weiter.“

„Lauter.“

Er sieht in die Menge.

„Hat auch ziemlich gut funktioniert.“

Gelächter.

„Aber wenn du immer nur misst, was mehr geworden ist…“

Chris stoppt.

Sucht nicht nach einem perfekten Satz.

„…merkst du irgendwann nicht mehr, was davon du überhaupt noch brauchst.“

Still.

„Deshalb fangen wir heute nochmal bei null an.“

Daniel schaut von der Seite.

Chris:

„Keine Sorge. Ihr kriegt trotzdem den Song.“

Gelächter.

**Nullpunkt 3000.**

Der Puls beginnt.

Tief.

Langsam.

Kein großes Intro.

Chris setzt ein.

Der Song fühlt sich nicht wie Ende an.

Eher wie Sortieren.

Was bleibt.

Was weg kann.

Was wirklich trägt.

Was nur laut war.

In der ersten Hook kommt der Jodel zurück.

Aber klein.

Eine Stimme.

Fast wie ganz am Anfang.

Nicht hundert.

Nicht Chor.

Eine.

Chris hört sie.

Und lächelt.

Zweiter Part.

Mehr Instrumente.

Aber kontrolliert.

Kein Überladen.

Jedes Element kommt bewusst.

Bass.

Percussion.

Hackbrett.

Tiefe Flächen.

Dann wieder Raum.

Die Crowd wartet inzwischen anders.

Nicht nur auf Drops.

Sie hört.

Das hätte am Anfang niemand erwartet.

Chris am wenigsten.

Im letzten Teil nimmt die Musik wieder ab.

Nicht hoch.

Runter.

Element für Element.

Bis nur Stimme bleibt.

Chris:

„Hol-la-re-i.“

Die Menge antwortet.

Natürlich.

Aber Chris hebt die Hand.

„Nochmal.“

Leiser.

Er ruft.

Die Antwort kommt kleiner.

Noch einmal.

Noch kleiner.

Dann nur Chris.

„Hol-la-re-i.“

Aus der Menge antwortet irgendwo eine einzelne Stimme.

Nicht geplant.

Vielleicht ein Mann.

Vielleicht eine Frau.

Schwer zu sagen.

Chris wartet.

Grinst.

„Da war’s.“

Musik aus.

Für einen Moment passiert nichts.

Dann Applaus.

Groß.

Aber Chris steht nicht da und denkt:

Geschafft.

Er denkt:

Gut.

Einfach gut.

Backstage keine Champagnerdusche.

Keine große Rede.

Sepp hat eine Nachricht geschickt.

Daniel zeigt sie.

**Lebt ihr noch oder seid ihr jetzt Bergführer?**

Chris tippt:

**Beides gescheitert.**

Sepp:

**Gut. Dann Musik.**

Chris steckt das Telefon weg.

Nina kommt mit dem Zettel.

Fünf Fragen.

„Den hast du liegen lassen.“

Chris nimmt ihn.

Faltet ihn.

Steckt ihn in die Jacke.

Daniel:

„Hebst du den wirklich auf?“

„Ja.“

„Warum?“

Chris:

„Weil ich ihn sonst vergesse.“

Daniel:

„Fair.“

Später fahren sie runter.

Natürlich mit der Bahn.

Chris hat aus Kapitel neun gelernt.

Die Gondel verlässt die Station.

Fels.

Schnee.

Dann Wolken.

Für einen Moment sieht man gar nichts.

Nur Weiß vor den Scheiben.

Chris sitzt am Fenster.

Daniel gegenüber.

Nina daneben.

Keiner arbeitet.

Seltenes Bild.

Dann brechen sie unter die Wolkendecke.

Das Tal erscheint.

Lichter.

Straßen.

Orte.

Alles wieder da.

Chris zieht den Zettel heraus.

Liest die fünf Fragen.

**Muss ich das?**

**Will ich das?**

**Warum jetzt?**

**Was passiert, wenn nicht?**

**Wer muss wirklich dabei sein?**

Chris schaut Nina an.

„Das sind fünf.“

Nina:

„Ja.“

„Daniel hat gesagt vier.“

Daniel:

„Hab ich nicht.“

Chris:

„In meiner Erinnerung.“

Nina:

„Höhenfehler.“

Chris zeigt auf sie.

„Stark.“

Er faltet den Zettel wieder.

Das Telefon bekommt Empfang.

Sofort Nachrichten.

Natürlich.

Chris sieht sie.

Eine Anfrage.

Noch eine.

Ein Termin.

Ein Interview.

Jemand möchte „nur kurz“ telefonieren.

Chris lacht.

Daniel:

„Was?“

Chris zeigt ihm die Nachricht.

Daniel liest:

**Hättest du kurz fünf Minuten?**

Beide schauen sich an.

Chris öffnet den Zettel.

Erste Frage.

**Muss ich das?**

Nein.

Zweite.

**Will ich das?**

Heute nicht.

Dritte.

**Warum jetzt?**

Kein Grund.

Vierte.

**Was passiert, wenn nicht?**

Vermutlich nichts.

Fünfte.

**Wer muss wirklich dabei sein?**

Definitiv nicht Chris.

Er sperrt das Telefon.

Daniel:

„Antwortest du gar nicht?“

Chris:

„Morgen.“

Daniel nickt.

„Okay.“

Die Gondel fährt weiter.

Unter ihnen kommen die ersten Bäume.

Dann dichter Wald.

Dann Häuser.

JODELTIME ist nicht vorbei.

Das Album läuft.

Die Shows gehen weiter.

Die Zahlen steigen.

Anfragen werden mehr.

Menschen erkennen Chris inzwischen auch dort, wo keine Bühne steht.

Der Erfolg verschwindet nicht, nur weil er einen Zettel gefaltet hat.

Im Gegenteil.

Er wird noch größer werden.

Aber etwas hat sich verändert.

Chris misst ihn nicht mehr nur nach oben.

Dreitausend Meter.

Nullpunkt.

Kein Widerspruch.

Manchmal muss man ziemlich weit hoch, um zu merken, dass die wichtigste Zahl wieder bei null beginnt.

Unten öffnet sich die Gondeltür.

Daniel steigt aus.

Nina danach.

Chris bleibt einen Moment sitzen.

Daniel dreht sich um.

„Kommst du?“

Chris schaut hinaus.

Tal.

Licht.

Betrieb.

Alles wartet.

„Ja.“

Er steht auf.

Nicht widerwillig.

Nicht erschöpft.

Nicht auf der Flucht.

Er will da runter.

Er will weitermachen.

Er will sehen, wie groß das noch werden kann.

Nur nicht mehr um jeden Preis.

Chris steigt aus.

Die Tür schließt hinter ihm.

Die Gondel fährt wieder hoch.

Ohne ihn.

Er schaut ihr kurz nach.

Dann dreht er sich zum Tal.

Dort unten beginnt der Teil der Geschichte, in dem aus Erfolg Öffentlichkeit wird.

Aus Öffentlichkeit Erwartung.

Aus Erwartung Druck.

Und aus dem lustigen Alpenprojekt irgendwann etwas, das Chris sehr viel genauer prüfen muss.

Aber noch nicht heute.

Heute war JODELTIME.

Und JODELTIME hat alles abgerissen.

Mehr, als irgendjemand geplant hatte.

Vielleicht sogar mehr, als gut war.

Chris geht Richtung Ausgang.

Daniel vor ihm.

Nina daneben.

Das Telefon bleibt in der Tasche.

In der Jacke steckt ein gefalteter Zettel.

Fünf Fragen.

Mehr braucht er gerade nicht.

**NULLPUNKT 3000.**

Nicht das Ende.

Der neue Maßstab.