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ZWISCHEN JETZT UND SPÄTER · KAPITEL 5

Kapitel 4

Kapitel 4

Mit den Jahren hatte er gelernt, dass die wichtigsten Menschen im eigenen Leben selten mit Fanfaren erscheinen. Oft erkennt man sie daran, dass sie noch da sind, nachdem der Lärm vorbei ist. Menschen, die nicht fragen, ob sich ihre Hilfe lohnt. Menschen, die einen schlechten Satz aushalten. Eine schlechte Phase. Eine schlechte Version von dir.

Menschen, bei denen man später sagt:

Ich habe mich da selbst herausgezogen. Und wenn man genauer hinsieht, entdeckt man ihre Fingerabdrücke überall am Seil. Chris hatte lange geglaubt, Stärke sei etwas Persönliches. Etwas, das einem gehört. Heute wusste er, wie viel davon geliehen war. Von Familie. Von Freunden. Von Menschen, die für kurze Zeit geblieben waren und trotzdem etwas hinterlassen hatten.

Sogar von Menschen, mit denen es nicht gut ausgegangen war. Nicht jeder, der einen prägt, muss bis zum Ende bleiben. Dieser Gedanke hatte lange wehgetan. Inzwischen empfand Chris darin etwas Tröstliches. Ein Mensch kann aus deinem Leben verschwinden, ohne dass alles verschwindet, was zwischen euch wahr gewesen ist.

Man darf das Gute behalten, ohne deshalb das Schlechte umzuschreiben.

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