
Diese Spur gehört zu einer offenen Akte
Jodeltime
JODELTIME ist Abrissmusik aus den Bergen. Jodel-Rave, Alpine Rap, Bass Music, Folktronica, Electronica und Deutschrap treffen aufeinander – laut, treibend, eigenständig und vor allem dafür gemacht, dass keiner lange stillsteht. Ausgangspunkt des Albums war „Jodeltime“. Aus einem einzelnen Track wurde die Frage: Wie weit können wir diese Idee treiben? Die Antwort: ziemlich weit. Auf JODELTIME ist der Jodler kein Gimmick und keine folkloristische Dekoration. Die Stimme wird zum Instrument. Sie liefert Hooks, Rhythmen, Percussion, Echos, Chöre und teilweise sogar das Fundament für ganze Beats. Dazu kommen massive Kicks, tiefer Bass, elektronische Drums, Hackbrett, Zither, Holz, Metall, Gewitter, natürliche Berg-Echos und sogar die Mechanik einer Seilbahn. „Bergbeben“ eröffnet den nächsten Abriss, „Echojäger“ jagt Stimmen durch die Berge und „Alm auf Anschlag“ verwandelt Holz, Raum und Jodelrufe in einen improvisierten Club. Mit „Gipfelstrom“ treffen Gewitter und Elektronik aufeinander, während „Lawinenchor“ aus einer einzelnen Stimme nach und nach einen ganzen Berg voller Jodler entstehen lässt. „Kein Empfang am Grat“ schafft kurz Luft, bevor „Talwärts brennt das Licht“ wieder Bewegung aufnimmt. „Über der Baumgrenze“ öffnet den Sound, „Gams im Bass“ spielt mit Flow und Rhythmus und „Seilbahnfunk“ baut einen Groove aus Rollen, Kabeln, Metall und entfernten Jodelrufen. Danach wird es endgültig ungewöhnlich. „Höhenfehler“ zerlegt Takt und Wahrnehmung mit 5/4, 7/8, Half-Time, Double-Time und gegeneinander laufenden Rhythmen. „Nullpunkt 3000“ geht anschließend zurück zum Ursprung: Atem, Stimme und Jodel. Aus menschlichen Lauten entstehen Kick, Bass und Percussion, bevor Mensch und Elektronik miteinander verschmelzen und am Ende wieder alles verschwindet. Und wenn das Album eigentlich vorbei ist, wartet noch „Flossenarchiv“. Der Bonustrack gehört bewusst nicht mehr vollständig in die Welt von JODELTIME. Er ist der Übergang. Die Berge verschwinden, die nächste Tür geht auf. JODELTIME ist keine klassische Volksmusik. Kein Après-Ski-Schlager. Kein gewöhnliches Rap-Album. Es ist Alpine Rap. Es ist Jodel-Rave. Es ist Experiment. Und vor allem: ABRISSMUSIK. HOL-LA-RE-I! Chris Crumb × Keine Zeugen Keine Zeugen. Nur Zeilen.
Was passiert, wenn der Berg nicht nur Echo liefert, sondern selbst Teil des Drops wird?
„Bergbeben“ setzt auf Druck, kurze Jodelsalven und massive Bewegung. Rufe prallen gegen Felswände, kommen zurück und verschmelzen mit Kick und Bass zu einem Track, der nicht vorsichtig anklopft.
Hier beginnt JODELTIME endgültig abzureißen.
Nicht kompliziert.
Nicht höflich.
HOL-LA-DI-O – und dann bewegt sich der Berg.
Chris Crumb × Keine Zeugen
Weitere Spuren
Was noch offenliegt
In Arbeit, Veröffentlicht
Chris Crumb · Album Track
04-Alm auf Anschlag
Holz. Bass. Stimmen. Wenig Platz. „Alm auf Anschlag“ verwandelt eine abgelegene Berghütte in einen improvisierten Club. Dielen, Tische, Schritte und Raumgeräusche werden…
In Arbeit, Veröffentlicht
Chris Crumb · Album Track
08-Talwärts brennt das Licht
Letzte Kurve hinterm Pass. Fenster einen Spalt offen. Kalte Luft rein. „Talwärts brennt das Licht“ ist die Nachtfahrt von JODELTIME: Serpentinen, Asphalt,…
In Arbeit, Veröffentlicht
Chris Crumb · Album Track
13-Nullpunkt 3000
Am Anfang ist noch alles normal. Vier Viertel. Gerader Beat. Dann fehlt plötzlich ein Achtel. „Höhenfehler“ beginnt, die Regeln von JODELTIME auseinanderzunehmen.…
